A wie Amulett

Paul hatte nach langer Suche den Schlüssel zum Dachboden gefunden. Endlich konnte er heimlich und ungestört in den vielen Kisten und Kartons stöbern, die Mama und Papa dort aufbewahrten.
Stunde um Stunde verbrachte er damit, in alten Klamotten zu wühlen, fand aber nichts, das er gebrauchen konnte, bis er auf ein kleines Schatzkistchen stieß.
Vorsichtig öffnete er den Deckel und fand darin ein silbernes, mit glitzernden Steinen besetztes Amulett. Darunter lag noch ein Zettel, den er entfaltete und las.
»Wer dieses Amulett um den Hals trägt, dem erfüllt es jeden Wunsch.«
Paul überlegte ein paar Sekunden lang, was das für ihn bedeutete. Dann legte er das Amulett zurück und klappte den Deckel wieder zu.
»Ich bin doch nicht verrückt. Diese Glitzerdinger tragen doch nur Mädchen. Dann wünsche ich mir eben nichts.«

(c) 2020, Marco Wittler
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