S wie Samtpfötchen

S wie Samtpfötchen

Heißes Samtpfötchen sucht wilden Samtpföterich und wie die beiden zu tierischen Helden wurden

von Anja Zachrau

In Spanien gibt es viele herrenlose umherstreunende Katzen, die es sich in den Felsen und Sträuchern am spanischen Palmenstrand gemütlich machen, und sich dort ihr Futter suchen und auch immer wieder von den Touristen gefüttert werden.

Die Katzen sind sehr zutraulich und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen, sie werden ja immer wieder von den Touristen versorgt, oder auch von den dortigen Hotels und deren Personal, oder sie suchen sich eben auch selbst ihr Futter in den Abfällen. Also eigentlich brauchen diese Katzen auch gar kein Herrchen oder Frauchen. Meistens suchen die oft auch sehr selbständigen und eigensinnigen Katzen ja sowieso nur einen „Dosenöffner“ und kein Herrchen oder Frauchen, denn Katzen sind auch immer sehr freitheitsliebend und lieben das Umherstreunen. Ebensowenig brauchen diese Katzen einen Helden, der sie rettet, denn es liegt ja überall genug Nahrung herum, und die Freiheit geht den Katzen schließlich über alles…

Doch eines Tages wurde es eben einer dieser umherstreunenden Katzen doch zu langweilig und zu einsam. Dem heißen Samtpfötchen reichte Spaniens glühend heiße Sonne nicht mehr, es wünschte sich einen heißblütigen wilden Samtpföterich und außerdem viele kleine entzückende Katzenbabys. Sie war eine elegante Katzendame mit seidig schimmerndem weiß-schwarz gecheckten Fell. Also begab sich das heiße Samtpfötchen auf die Suche, und thronte elegant und anmutig auf einer Felsklippe in der Sonne und hielt Ausschau nach ihrem Wunschpartner. Majestätisch und stolz wartete das heiße Samtpfötchen ab und räkelte sich genussvoll auf dem Felsen in der glutheißen Sonne Spaniens. Dann entdeckte sie unten am Strand unter einer wundervollen Palme ihren heißblütigen wilden Samtpföterich. Es war ein stolzer, schwarzer Kater mit seidig glänzendem, edlem Fell. Maunzend pirschte sie sich an ihn heran und machte auf sich aufmerksam. Verführerisch lockte sie ihren Kater an. Der heiße Samtpföterich war gleich magisch angezogen von seinem entzückenden süßen Miezekätzchen. Nun streunten beide gemeinsam umher und ließen es sich unter der glühend heißen Sonne Spaniens gut gehen. Unter Palmen machten sie es sich in einem Liegestuhl gemütlich und genossen nun gemeinsam ihre Freiheit. Sie schlürften Cocktails am Strand und „kaperten“ sich ein knallrotes VW-Bulli-Busschen, mit dem sie nun quer durch Spanien „pesten“. Doch nach einiger Zeit wurde ihnen auch das langweilig, und sie sehnten sich nach einem festen Zuhause, um dann auch mit ihrer Familiengründung anzufangen. Denn sie wünschten sich viele kleine, süße, entzückende Katzenbabys.

Bild von Marta Cuesta auf Pixabay

Am Ende suchten sie sich dann doch einen „Dosenöffner“ und fanden ein einsames, altes Frauchen, in deren Leben sie von nun an auch viel Glück, Liebe und Freude brachten. Die Frau wohnte in einer großen, traumhaft schönen Villa, mit einem wunderschönen Palmengarten und Swimming-Pool. Es fehlte nur jemand, der ihren traurigen, einsamen Alltag mit Leben füllte, und der Schwung in ihre Bude brachte. Und so wurden die einst so freiheitsliebenden Katzen zu tierischen Helden. Es waren ideale Voraussetzungen für alle und die Villa und der Garten boten genügend Platz für viele Katzenbabys. Und so „dockten“ das heiße Samtpfötchen und ihr wilder Samtpföterich also mit ihrem VW-Bulli-Busschen dort an, und so machten sie ihren „Dosenöffner“ glücklich und brachten viel Leben und Lebendigkeit in das bislang einsame und traurige Haus. Das Katzenpärchen fühlte sich in seinem neuen Zuhause sehr wohl und räkelte sich gemütlich in einer Hängematte im Palmengarten, und fing mit seiner Familienplanung an. Und bald darauf bekam die Familie dann auch noch Zuwachs mit vielen Katzenbabys, um die sich ihr neues Frauchen auch ganz rührend und überglücklich mit kümmerte. Und so wurde denn auch ihr neues Frauchen zur Heldin für die große Katzenfamilie. Und so war schließlich allen geholfen, und so konnten alle bis an ihr Lebensende voneinander profitieren und glücklich miteinander zusammen leben, und alle hatten viel dazu gewonnen. Es war also eine typische „Win-Win-Situation“ für alle.

von Anja Zachrau

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